WORTE WIRKEN: Der Freiheit eine Gasse

Freiheit

Der Freiheit eine Gasse

Mutter Theresa müsse hinter Gittern, sagte er.

Der indische Mystiker Osho pflegte eine intensive Feindschaft gegen Mutter Theresa.

Immer, wenn Menschen die Welt verbessern wollten, kamen schlimme Sachen dabei heraus.

Vor allem diejenigen, die sich besonders fromm und moralisch gut fühlten in ihrem Tun, richteten Böses an.

Von einer gewitzten Schülerin wurde Osho gefragt:

„Gilt das auch für dich und dein Tun?“

„Ich?“, antwortete der Meister. „Ich tu doch gar nichts.

Ich schwatze doch nur den ganzen Tag

und auch da versuche ich, mir in möglichst allem zu widersprechen.“

Widerspruch kratzt uns.

Wir hätten gerne alles logisch und verständlich.

Widersprüchlich wird es besonders beim Mysterium der Freiheit

Der religiöse Mensch sagt: „Dein Wille geschehe.“ Doch wo ist die Freiheit, wo die Selbstverantwortung?

Die Wissenschaft sagt: „Alles ist Materie, der Geist ist ein Ausfluss der Materie. Freiheit ist eine Floskel.“

Doch können wir unsere Nerven oder unsere Gene fragen, wenn wir spontan etwas entscheiden müssen? Wir stehen auf, setzen uns hin, fahren Fahrrad oder tun es nicht, kochen, denken nach …

Jeden Tag, jede Stunde sind wir als freie Wesen gefordert.

Es braucht Freiheit, um über Freiheit nachdenken zu können.

Doch in der Wissenschaft betreiben wir Freiheitsberaubung im großen Stil.

Die Gehirnforschung, die Genforschung, die großen Entwürfe der Globalisierung, die Systemtheorie:

Wissenschaftler nutzen ihre Freiheit, um dieselbe weg zu erklären.

Die atheistische Wissenschaft kennt Logik und Kausalität aber keine Freiheit.

Paradoxien und Unvereinbares haben nur im Metaphysischen Platz.

Das Göttliche muss alles umfassen.

Von dort kommt auch die Freiheit.

Friedrich Schiller war Naturwissenschaftler (Mediziner) und hat

Freiheit, Friedrich Schiller

sich mit der materialistischen Denkweise tief auseinandergesetzt.

Er begab sich in dieses Handgemenge der Widersprüche und sagt über die Freiheitsrechte:

„Die da droben hangen unveräußerlich

Und unzerbrechlich wie die Sterne.“

Freiheit wird uns nicht gegeben oder gewährt.

Freiheit kann uns nicht erklärt oder deklariert werden. Wer hätte das Recht dazu?

Wir sind frei kraft unseres Menschseins, das aus einem göttlichen Ganzen kommt.

Ich wünsche Ihnen ein schönes freies Wochenende

Ihre Lea Söhner

Lea Söhner, Wiederfinden

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