
Eine Woche über Mut, Kontrolle und das, was danach kommt
Manche Momente fühlen sich wie ein Sprung von einem hohen Felsen an: monatelang vorbereitet, jeden Muskel trainiert, den Wind geprüft.
Dann der Sprung.
Nach erstaunlich viel Feinarbeit, die ich selbst unterschätzt hatte, habe ich mein Exposé fertiggestellt. Am Montag habe ich es an fünf Literaturagenturen geschickt.
Mein Sprungmoment:
Der Finger klickt auf Senden.
Das ist eine seltsame Mischung aus Erleichterung und Kontrollverlust.
Der Zweifel kam in der Nacht:
„Habe ich noch Fehler drin?“
„Hätte ich ein Schlusslektorat gebraucht?
„Warum sollte ausgerechnet mein Projekt herausstechen?“
„Hätte ich beim früheren Verlag bleiben sollen?“
Dann passierte die Magie:
Irgendwann zwischen Einschlafen und Wachen, war er plötzlich da:
Der Plot für ein völlig neues Projekt. Nicht nur eine vage Idee, sondern eine komplette Welt mit Figuren, Konflikten und einem Ende.
Eine unsichtbare Hand hat ihn mir in die leeren Hände gelegt.
Nach zwei Uhr nachts stand ich auf und schrieb die Grundstruktur.
Die ersten Seiten flossen in den nächsten Tagen nur so aus mir heraus.
Dann die Nachrichten über den Angriff auf den Iran und die wachsende Kriegsgefahr. Man versucht, sich abzuschirmen.
Schmerzhaft zu sehen, dass die Themen, von denen ich mich als Autorin gerade verabschiede, in der Realität nie auserzählt sind.
Es erdet mich und zeigt, wie fragil unser Frieden ist und wie wichtig die Geschichten sind, die von Menschlichkeit erzählen und das Schweigen aufheben.
Ein abgeschicktes Exposé. Innere Zweifel. Ein nächtliches Geschenk. Die Sorge um den Weltfrieden.
Eine ziemlich lebendige Woche.
Ich bin sicher, Sie kennen solche Achterbahn-Wochen.
Entscheidung führt zu Zweifeln und das persönliche Glück wird vom Lärm der Welt durchkreuzt.
Für die Essenz solcher Erfahrungen habe ich versucht, Worte zu finden.
Welches davon spricht Sie diese Woche besonders an?
Sprungmoment
Der Augenblick, in dem langes Vorbereiten und entschlossenes Loslassen zusammenfallen.
Kontrollverlust
Das Ergebnis liegt nicht mehr in den eigenen Händen.
Zweifelsflüstern
Die heimtückische Stimme nach einer Entscheidung.
Nachtgeschenk
Wenn der Verstand ruht und das Herz spricht.
Flusszustand
Der mühelose Zustand des Schaffens.
Weltlärm
Der ohrenbetäubende Lärm, den man am liebsten ausblenden möchte, um seine Ruhe zu finden.
Empfangsbereitschaft
Die innere Haltung der Offenheit ohne jedes Wollen.
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Meine Bücher
Sie handeln von den einfachen Menschen, von ihren Hoffnungen und Sorgen, ihren kurzen Siegen, ihren Hoffnungen und ihrer allzu oft verborgenen Liebe
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Bäuerlich sind meine Wurzeln. Bauern und Bäuerinnen waren alle meine Ahnen. Ich trage es in mir, das Bauern-Dasein, die Erinnerung an den Duft der Erde
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