
Vom Mut, ein Lebensthema loszulassen
„Dicht, verstörend und berührend: Eine Generationengeschichte über Trauma, Schuld und leise Hoffnung, die lange nachwirkt.“
Ich freue mich über die vielen positiven Rezensionen auf Lovelybooks oder anderen Buchportalen.
Gleichzeitig bin ich schon weitergegangen.
„Wo das Schweigen wohnt“ ist mein letzter Roman, der sich mit dem Krieg und seinen Folgen befasst.
Der Krieg wird nie auserzählt sein.
Aber ich möchte als Autorin dieses Kapitel abschließen.
Ich war selbst nie Opfer von Gewalt.
Und doch musste ich alle diese Bücher schreiben, weil ich in mir trage, was meine Eltern und Großeltern erlebt haben.
Denn: Wo geschwiegen wird, gibt es keine Heilung.
Der Roman, an dem ich gerade letzte Hand anlege, heißt „Für Inès“. Der Krieg wird darin keine direkte Rolle mehr spielen.
Er handelt von den drei jungen Frauen, die wir bereits aus den vorherigen Büchern kennen:
Sarah (Wie sehr ich dich finde) sowie Bianca und Inès (Wo das Schweigen wohnt)
Ich begleite diese drei Halbschwestern in ihrer fragilen Bindung untereinander von 2015 bis 2025.
Dieses Buch bildet also einen Abschluss.
Es ist ein Abschied von den Figuren, in die man sich als Autorin über die Jahre so sehr verliebt.
Und es ist mein persönlicher Abschied vom Thema Krieg und seinen Nachwirkungen.
Das neue Projekt liegt als Samenkorn in der Erde. Noch kann ich es nicht sehen.
Abschied und Willkommen.
Diese Lebensphase kennt jeder Mensch.
Man ist bereit, die Haut abzustreifen und hat doch ein bisschen Angst, nachher nackt, unwissend und verletzlich dazustehen.
Dieser Schwebezustand zwischen Abschied und Willkommen bringt seine ganz eigenen Worte mit sich.
Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende
Ihre Lea Söhner
Wählen Sie, von welchem Wort Sie sich die kommende Woche begleiten lassen wollen:
Auserzählt
Eine Geschichte (oder eine Beziehung) hat ihre natürliche Vollendung gefunden.
Häutung
Der schmerzhafte und befreiende Prozess, eine alte Identität abzulegen.
Sättigung
Ein Thema ist durchdrungen und erfüllt.
Abschluss
Der bewusste Akt, einen Schlussstrich zu ziehen, um Neues zu ermöglichen.
Horizont
Der Blick löst sich von der Vergangenheit und richtet sich nach vorn.
Leerstelle
Die schöpferische Leere, die entsteht, wenn Altes geht und Neues noch nicht da ist.
Passhöhe
würdigt den Blick zurück und eröffnet zugleich den Abstieg in ein neues, unbekanntes Tal.
Machen Sie mit, bei der Wahl
"Worte der Woche"
Meine Bücher
Sie handeln von den einfachen Menschen, von ihren Hoffnungen und Sorgen, ihren kurzen Siegen, ihren Hoffnungen und ihrer allzu oft verborgenen Liebe
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Über mich
Bäuerlich sind meine Wurzeln. Bauern und Bäuerinnen waren alle meine Ahnen. Ich trage es in mir, das Bauern-Dasein, die Erinnerung an den Duft der Erde
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Mein Blog
Angeeignetes aus Philosophie, Musik, Poesie und Malerei. Texte über den alltäglichen Wahnsinn und dem Versuch, die eigene Mitte zu bewahren
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